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Veronika

Unperfekt gut: Was bedeutet Selfcare/Selbstfürsorge für dich?

Empfohlener Beitrag

Veronika
Geschrieben

Kennt ihr das: Ein Hochglanzbild von einem perfekten Kaffee mit Milchschaum-Kunst, dazu ein veganes low-carb Törtchen, ein angesagtes Buch und sauber manikürte Fingernägel, die zum Kaffee greifen. Darunter der Hashtag #selbstfürsorge oder #selfcare.

Es kann passieren, dass wir dieses inszenierte Foto dann als Wahrheit ansehen, wie Selbstfürsorge auszusehen hat. Perfekt, nämlich. So wie vieles in den sozialen Medien perfekt aussieht. Doch nicht jeder hat die Ressourcen (zeitlich und finanziell), es sich als einen Akt der Selbstfürsorge auf diesem Wege gut gehen zu lassen.
 

Lassen wir also die Perfektion der sozialen Medien mal außen vor und reden darüber, was Selbstfürsorge wirklich bedeutet. Ein Spaziergang, raus ins Grüne, ein Lachen mit Freunden? Für mich bedeutet Selbstfürsorge nach dem Mittagessen fünf Minuten am Sofa zu liegen. Dabei ist es nie ruhig, der Familientrubel geht weiter und manchmal wird mir ein Buch auf die Brust gedrückt, oder ein Puppenfuß piekst ins Gesicht. Diese fünf Minuten sind nicht perfekt. Aber sie tun gut. Und das ist bei Selbstfürsorge doch das wichtigste.

Und bei dir? Was bedeutet Selfcare für euch?

SELFCARE_ WAS BEDEUTET DAS FÜR DICH_.png

Tine
Geschrieben

Für mich ist Selfcare mich vom oben genannten Perfektionismus zu verabschieden, Feierabend machen. Nicht zu tun was getan werden "muss", sondern was getan werden will. Oder gleich mal ganz radikal nichts tun, noch nicht mal meditieren.

Wobei meditieren auch zur Selfcare gehört. Wie gut ich mit kleinen Ärgernissen zurecht komme und wie oft ich eine Situation überhaupt schon als Ärgernis klassifiziere, kann ich recht zuverlässig an meiner Meditationspraxis ablesen.

 

Anna-Maria
Geschrieben

Für mich bedeutet Selfcare vor allem, nur das zu tun, was ich wirklich tun möchte. Vor allem jetzt zur Weihnachtszeit gerät man so leicht in einen Strudel an "Must-dos" und "Pflichten". Aber Hand aufs Herz: Ich muss weder Plätzchen backen, noch muss ich der ganze Familie ein Geschenk machen. Ich muss auch nicht in den Gottesdienst und auch nicht mit traditionell mit meiner Familie feiern.

All das hat sich lange Jahre aber so angefühlt. Ich müsste doch. Was wird die Familie sagen, wie kann ich sie nur enttäuschen. Nachdem ich dann offen formuliert habe, dass ich alternativ feiern möchte, war das wie ein großer Akt Selfcare für mich. Ich tue das, was mir gut tut. Egal, was andere denken. Und natürlich achte ich darauf, dass ich mit meinem Verhalten niemanden verletze.

Veronika
Geschrieben

Ich fand deine Selfcare Gedanken sehr passend für Weihnachten :) . Ich habe mir das immer wieder in Erinnerung gerufen über die Weihnachtstage und es tat wirklich gut! Hast du auch Selfcare-Ideen fürs nächste Jahr? Für mich steht gerade Ausmisten ganz oben, denn ich merke, je weniger Besitz ich habe, desto freier und besser fühle ich mich.

 


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