Uns sind die Begriffe Dankbarkeit und Meditation bekannt, aber was ist mit Dankbarkeitsmeditation? Was ist Dankbarkeitsmeditation und wie übt man sie aus? Letzteres werden wir im folgenden Artikel beantworten und stellen die Vorteile und 3 anregende YouTube-Videos zum schnellen Einstieg in diese Methode vor.

 

Möchtest du mehr aus deinem Leben machen – sei es in Form von Glück, erfüllenden Beziehungen, anhaltendem Wohlbefinden oder gesteigerter Leistungsfähigkeit? Möchtest du dein Leben bereichern und es sinnvoller gestalten, anstatt dich im Chaos des Alltags zu verlieren? Dankbarkeitsmeditation kann dir helfen, diese Dinge zu erreichen, und sie ist auch eine der einfachsten Meditationsarten, die du praktizieren kannst.

 

Was ist Dankbarkeit?

Dankbarkeit ist die Fähigkeit, dankbar zu sein und Dankbarkeit zu zeigen. Dabei ist es ziemlich egal, was der Auslöser für diese Dankbarkeit ist. Denn es kann sowohl ein unerwarteter Sonnenstrahl sein, der unsere Nase kitzelt und uns Regen, Sturm und Kälte vergessen lässt. Oder ein freundliches Lächeln eines fremden Menschen an der Bushaltestelle. Eine kleine Geste oder ein kleines Geschenk. Oder das sich bewusst werden, dass wir am Leben sind und dass es uns gut geht.


Und das Beste ist: Wir müssen nicht auf diese Momente und Situationen warten, für die wir uns dankbar fühlen, Dankbarkeit ist auch eine bewusste Entscheidung.


Zahlreiche Studien zeigen, dass das tägliche Üben von Dankbarkeit dazu beitragen kann unser Leben zum Besseren zu verändern. Tatsächlich haben wissenschaftliche Studien ergeben, dass Dankbarkeit der „soziale Klebstoff“ ist, der eine positive Einstellung fördert, Beziehungen stärkt und uns hilft, bessere, glücklichere Menschen zu werden, die zudem einen positiven Einfluss auf ihr Umfeld haben. 

 

 

Was genau ist Dankbarkeitsmeditation?

Dankbarkeitsmeditation ist, wie der Name schon sagt, eine Art Meditation, die sich darauf konzentriert, gezielt Dankbarkeit zu empfinden. Während es viele andere Meditationsstile gibt, die nicht so leicht zugänglich oder alltagstauglich sind, ist die Dankbarkeitsmeditation eine der einfachsten, die überall praktiziert werden kann, selbst inmitten eines hektischen Arbeitstages.


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Die Dankbarkeitsmeditation basiert darauf, sich verschiedene Dinge vor Augen zu führen, für die wir in unserem Leben dankbar sind. Das können zum Beispiel liebevolle Familienmitglieder sein, die immer für uns da sind, Freunde, die uns aufmuntern und inspirieren, oder Kollegen, die sich die Arbeit mit uns teilen, damit wir keine Überstunden machen müssen.

 

gratitude-meditation.jpg"Dankbarkeit ist das Gedächtnis des Herzens." (Jean-Baptiste Massillon)

 


Dankbarkeitsmeditation ermöglicht es uns auch, uns an den einfachen Dingen im Leben zu erfreuen, wie die Fähigkeit zu sehen, zu hören, zu schmecken und zu gehen oder etwas so Immaterielles wie eine wichtige Lektion, die wir in einer schwierigen Phase gelernt haben und von der wir im Nachhinein profitieren.

 

Die Ursprünge der Dankbarkeitsmeditation

Der Gedanke der Dankbarkeit ist ein Grundbaustein der meisten Religionen. Buddhistische Mönche beginnen ihren Tag mit Gesängen der Dankbarkeit für ihr gesegnetes Leben. Martin Luther hingegen bezeichnete Dankbarkeit als „christliche Grundhaltung“. Tatsächlich feiern Millionen von Christen jedes Jahr Thanksgiving, um ihre Segnungen bewusst wahrzunehmen und ihre Wertschätzung für alles auszudrücken, was sie haben.

 

Unterdessen befürwortet der Hinduismus, dass „jemand mit einer Haltung der Dankbarkeit dem Erreichen von Moksha (Anm.: Begriff im Hinduismus für Erlösung oder Befreiung) oder der Freiheit von karmischen Lebenszyklen am nächsten kommt“, sagt Dr. Uma Mysorekar (Präsidentin der Hindu Temple Society of North America).

 

 

Dankbarkeitsmeditation ermöglicht es uns auch, uns an den einfachen Dingen des Lebens zu erfreuen, wie der Fähigkeit zu sehen, zu hören, zu schmecken und zu gehen.“


Muss man religiös sein, um Dankbarkeit zu üben? Natürlich nicht. Experten sind sich einig, dass Dankbarkeit nicht auf religiöse Aktivitäten beschränkt ist – man kann für die Gaben des Lebens dankbar sein, ohne religiös zu sein. Dankbarkeit ist zwar keine angeborene Emotion oder gar Haltung, denn wir Menschen erwerben sie im Laufe unserer Erziehung, aber das bereits sehr früh im Kindesalter als sozial bedeutsame Komponente unseres Verhaltens.

 

Vorteile der Dankbarkeitsmeditation

Es gibt viele Argumente dafür, Dankbarkeitsmeditation als feste Routine in unser Leben zu integrieren. Hier sind fünf der wichtigsten:

 

1. Größeres Glücksgefühl

Verschiedene Studien haben gezeigt, dass das Praktizieren von Dankbarkeit uns dauerhaft und effektiv glücklicher machen kann. Die bewusste Konzentration auf unsere Wertschätzung unserem Leben und seinen Inhalten gegenüber kann unseren Optimismus fördern und uns helfen, den ganzen Tag über eine positive Einstellung aufrechtzuerhalten. Tatsächlich hat eine Studie ergeben, dass Dankbarkeit eine der wichtigsten positiven Interventionen ist, um depressiven Gedanken vorzubeugen und dass Dankbarkeit Menschen helfen kann, ein glücklicheres, zufriedeneres Leben zu führen. Und wir sollten nicht vergessen, dass sich unser neues Glücksgefühl nicht nur auf uns auswirkt, sondern auch unsere Umgebung positiv beeinflusst und auf andere abfärben kann.

 

2. Verbesserte psychische Gesundheit

Hättest du jemals gedacht, dass Dankbarkeitsmeditation auch dein Gehirn neu verdrahten kann, damit es besser für Widrigkeiten oder schwierige Lebensphasen gerüstet ist?

Das Praktizieren von Dankbarkeitsmeditation sensibilisiert das Gehirn für empathische Handlungen und die wertvollen Dinge im Leben und ermöglicht es uns so, aus der Endlosschleife von Sorgen, Grübeln, Ängsten und Unsicherheiten auszubrechen. Medizinische Forschungen haben bewiesen, dass bei Menschen, die sich intensiv mit ihrer Dankbarkeit beschäftigen die Konzentration von Glückshormonen konstant höher ausfällt und damit davon ausgegangen wird, dass diese positiven Gedanken sich direkt auf Teile des menschlichen Gehirns auswirken, was wiederum unserem gesamten Organismus zugute kommt.

 

3. Stärkere persönliche Beziehungen

Es hat sich sogar gezeigt, dass das Praktizieren von Dankbarkeitsmeditation die Ehe schützt und Freundschaften stärkt. Wenn wir unseren Freunden, Kollegen und unseren Partner*innen unseren Dank aussprechen, fühlen sie sich wertgeschätzt, was unsere Bindungen stärkt und hilft, Missverständnisse oder Konflikte zu vermeiden.

 

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4. Bessere körperliche Gesundheit

Für gute Dinge in unserem Leben dankbar zu sein, kann unsere Einstellung zum Leben verändern und es uns ermöglichen, uns besser zu fühlen, in vollen Zügen zu leben und sogar besser zu schlafen. Eine optimistische Grundeinstellung führt dazu, dass wir Spaß daran haben, uns gesund zu ernähren, auf die Stimme unseres Körpers zu achten und voller Tatendrang durchs Leben zu gehen. Es ist allgemein bekannt, dass mentale und körperliche Gesundheit untrennbar miteinander verbunden sind, deshalb wirkt sich eine positive Einstellung auch auf unsere Physis aus. Allein der Einfluss der gesteigerten Glückshormone - z. B. durch Dankbarkeitsmeditation - macht unseren Körper stärker und widerstandskräftiger.

 

5. Erweitertes soziales Umfeld

Hast du schon einmal bemerkt, wie manche Leute mühelos und sofort Freundschaften knüpfen und erhalten? Dankbaren Personen fällt es leichter zu vertrauen, ihre Wertschätzung direkter auszudrücken und sich leichter mit Fremden anzufreunden. Eine Studie der University of New South Wales (UNSW, Australien) aus dem Jahr 2014 war die erste, die zeigte, dass ein Dank an eine neue Bekanntschaft für ihre Hilfe dazu führte, dass sie eher eine dauerhafte soziale Beziehung mit dem Danksagenden einging. „Danke zu sagen ist ein wertvolles Signal dafür, dass wir jemand sind, mit dem eine qualitativ hochwertige Beziehung aufgebaut werden könnte“, sagte die UNSW-Psychologin Dr. Lisa Williams, die die Studie mit verantwortete. Dankbarkeit gegenüber anderen zu zeigen zeugt von Großherzigkeit, Empathie, Offenherzigkeit und Achtsamkeit. Alles Kriterien für einen Menschen, den man gerne um sich herum hat, oder?

 

Dankbarkeitsmeditation: Wie funktioniert das?

Tolle Neuigkeiten: Der Start einer Dankbarkeitsmeditation-Routine ist ganz einfach! Alles, was wir brauchen ist eine ruhige Ecke und ein wenig Zeit (durchschnittlich 5-15 Minuten, je nach gewählter Technik).
 

„Dankbarkeitsmeditation ist eine der einfachsten Meditationen, die wir überall praktizieren können, selbst inmitten eines hektischen Arbeitstages.“


Wir können auch "klein" anfangen und einfach dankbar sein für die grundlegenden Annehmlichkeiten und Privilegien, die wir im Leben haben. Viele Experten (und auch Prominente wie Oprah) empfehlen das Führen eines Dankbarkeitstagebuchs, in dem wir alle Dinge, Handlungen, Menschen usw. aufschreiben, für die wir dankbar sind.

 

 

Eine visuelle Inspiration zur Dankbarkeitsmeditation

Hier sind drei YouTube-Videos, die dazu inspirieren, unsere Dankbarkeitsmeditation-Routine zum Laufen zu bringen:

 

1: Morgen-Meditation Dankbarkeit: In 5 Minuten positiv in den Tag

 

Diese Meditation kann Teil unseres Morgenrituals sein und uns darauf vorbereiten, dem Tag positiv zu begegnen. Wie oft fühlen wir die Last von äußeren und inneren Ansprüchen an uns und unser Leben schon nachdem wir gerade erst die Augen geöffnet haben? Wie oft zweifeln wir an uns und an dem, was wir erreicht haben und starten mit diesem düsteren “Mantra” in unseren Tag?

 

Das tägliche Üben von Dankbarkeit mit der Technik der Dankbarkeitsmeditation am Morgen öffnet unsere Augen für die Erkenntnis, dass das, was wir haben, genug ist und dass wir so wie wir sind, perfekt sind. Und mit diesem Mantra lässt es sich doch viel besser in einen neuen Tag starten, oder?

 

 

2. Abend-Meditation Dankbarkeit: Entspannt und dankbar in die Nacht


Genauso wichtig und inspirierend wie die morgendliche Meditation ist ihr abendliches Gegenstück. Nachdem uns die Meditation der Dankbarkeit morgens positiv gestimmt in unseren Alltag entlassen hat, kann uns eine Abendroutine mit einer ebensolchen Dankbarkeitsmeditation beruhigt und befreit von Alltagssorgen in den Schlaf begleiten.

 

Denn es ist einem gesunden Schlaf gegenüber ebenso abträglich wie z. B. Lärm oder Alkohol, wenn unser Kopf voll von Fragen, Sorgen, Plänen oder Zweifeln nicht zur Ruhe kommt.

 

 

Und ist es nicht tröstlich zu wissen, dass wir selbst dafür sorgen können, uns nur auf das zu konzentrieren, was da ist und was schön ist in uns und unserem Leben?

 

 

3. Dan Lok: 15-minütige geführte Dankbarkeitsmeditation für Fülle und Wunder (in englischer Sprache)

 

Der renommierte Wirtschaftsmagnat und Pädagoge Dan Lok zeigt mit einer einfachen, aber effektiven Visualisierungstechnik, wie wir unseren Tag mit Energie versorgen und Positives anziehen können, indem wir für alles, was wir haben, dankbar sind.

 

 

Du beginnst, indem du dich entspannst und dich fragst, wofür und wem du dankbar bist und ob es Dinge gibt, die du für selbstverständlich hältst. Diese Meditation ist sehr einfach und hilft dir, mehr Mitgefühl, Empathie und Wertschätzung für alles Gute zu entwickeln. Viele Menschen gehen davon aus, dass je mehr wir uns auf das Positive fokussieren statt immer nur das halbleere Glas zu sehen, desto empfänglicher sind wir für noch mehr Positives in unserem Leben. Also Dankbarkeit als Glücksmagnet?! Warum nicht?


 

Zusammenfassung: Dankbarkeitsmeditation

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Vorteile der Dankbarkeitsmeditation vielfältig sind. Dankbarkeit ist nicht nur eine demütige Anerkennung dafür, wie gesegnet unser Leben ist, sondern auch ein Tor, um Fülle, Glück und Wohlstand (und hier ist nicht explizit das Materielle gemeint) auf unsere Weise anzuziehen. Dankbarkeit in unseren Alltag zu integrieren ist zudem sehr einfach und erfordert kaum zusätzlichen Aufwand.

  • Wir können die ersten Minuten unseres Tages vor dem Aufstehen nutzen, um uns bewusst zu machen, wie wertvoll wir und unser Leben ist und wie viele Dinge es gibt, für die wir dankbar sind. 
  • Wir können abends vor dem Einschlafen unseren Tag Revue passieren lassen und uns auf all die schönen Momente besinnen und allen leise Danke sagen.
  • Wir können im hektischen Alltag, besonders wenn irgendetwas mal nicht so rund läuft und sich Ärger in uns breitmacht, einen kurzen Moment innehalten und in uns zurückziehen, um uns zu vergegenwärtigen, dass dieser Ärger ein Nichts ist verglichen mit all dem Reichtum an Positivem, den wir in uns tragen.
  • Und wir können unsere dankbaren Gedanken niederschreiben in ein kleines Dankbarkeitstagebuch oder mit ein wenig mehr Zeitaufwand mit dem Journaling beginnen, denn auch das Freisetzen von Kreativität ist ein meditativer Prozess. 

 

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Der Original-Artikel erschien im englischen happiness-Magazin und diente diesem als Inspiration.

 

 

Geschrieben / übersetzt von  Nikola Weichelt

Autorin des Artikels über ihre Burnout - Erfahrung: Nikola Weichelt

Nikola ist als Autorin und Community Managerin Teil des happiness.com Teams. Sie ist Pädagogin, Fachinformatikerin und hat obendrauf Psychologie studiert. Sie liebt Worte und Taten, Schwimmen und Radeln, Nähen und Fotografieren und natürlich ihre Katze. Sie mag Spaziergänge um 5 Uhr morgens, das Meer, im Regen herumhüpfen und alles, was mit Upcycling zu tun hat.


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