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Trauer


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Zunächst mal: Mein Beileid.


Falls es um Verlust durch Tod geht, gibt es im Wesentlichen 2-3 Sorgen.

1. Man wird sich dadurch seiner eigenen Sterblichkeit bewusst und das ist angsteinflößend. Dagegen hilft mir die Tatsache, dass wir vor der Zeit im Mutterleib alle schonmal tot waren, wir haben es überstanden und wir haben daran keine schlechten Erinnerungen. Also wird es wohl nicht so schlimm sein.

2. Man ist traurig, dass mit dem Menschen auch seine Eigenheiten verschwinden und dass man sie vermissen wird. Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, Eigenheiten möglichst aufrecht zu erhalten. Das können Rezepte sein, die man anstelle desjenigen kocht, das können aber auch andere Gesten sein, die man an demjenigen geschätzt hat. So wird die Erinnerung an die Person wach gehalten und man hält die Person in gewisser Weise am Leben.

Um diese Eigenheiten aufrecht zu erhalten, hilft es auch, sich mit anderen Angehörigen darüber zu unterhalten und sich gemeinsam an schöne Zeiten zu erinnern.

3. Man ist sich unsicher, ob man manche Dinge ohne diese Person hinbekommt. Da kann ich nur empfehlen, es zu versuchen. Selbst, wenn man scheitert, hat man eben eine lustige Geschichte zu erzählen und man ist an seine Grenze gegangen.

 

Umarmungen sind auch super, um die ganzen Gefühle mal rauszulassen.

Gute Besserung.

 

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Ich bin mir nicht ganz sicher was hilft.

Was ganz sicher nicht hilft, ist die Trauer zu verdrängen, weil mensche keine Zeit dafür hat, oder sich keine Zeit dafür nehmen mag, weil sonst alles einzustürzen droht. Sie bahnt sich ihren Weg - in meinem Fall bis hin zu einer chronischen Krankheit.

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@Holli wir haben in der happiness Akademie einen kostenlosen Kurs zum Thema Trauer, allerdings auf Englisch. https://academy.happiness.com/courses/grief

 

Ich habe zwei Gedanken zum Thema Trauer. Der erste ist, dass Trauer der Schatten der Liebe ist, die wir für die verstorbene Person empfinden.

Und zweiten, dass diese Liebe ja nicht kleiner wird mit der Zeit , sondern dass wir wieder lernen mehr um diese Trauer herum wahr zu nehmen. Am Anfang füllt sie uns und unser Leben vollständig aus, aber nach und nach weitete sich der Raum darum. Wir öffnen uns um die Trauer und lassen mehr und mehr Leben um die Trauer herum wieder zu ohne sie wegzudrücken. Und so bleibt die Liebe/ die Trauer/ die Erinnerung ein Teil von uns ohne uns im Weg zu stehen, da wir unendlich viel Raum darum nach und nach öffnen können, wenn wir dazu bereit sind.

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